Sommerlager 2017 Dänemark

Sommerlager 2017 – Kolding, DK

Das Ziel unseres diesjährigen Sommerlagers lag in Dänemark. In der Nähe von Kolding liegt ein internationaler Pfadfinderplatz, direkt am Koldingfjord.

Während ein Trupp mit dem Material und dem Gepäck mit dem Auto anreiste, verbrachte der Rest von uns den ersten Tag im Zug. Da die Autotruppe durch Staus nicht sehr schnell vorwärts kam, konnten sie uns leider nicht pünktlich am Bahnhof abholen und wir Zugfahrer mussten dort noch eine kurze Zeit warten. Als wir dann endlich alle beim Einbruch der Dunkelheit am Zeltplatz angekommen waren, haben wir mit Taschenlampen die ersten Zelte aufgebaut. Diese waren zwei Schlafzelte für die Kinder und eine kleine Hängemattenkonstruktion für die Leiter.

Den ersten richtigen Tag auf dem Zeltplatz verbrachten wir damit, die restlichen Zelte aufzubauen, Lagerbauten zu errichten und die Umgebung unseres Platzes zu erkunden. An diesem Tag begann auch der Kampf gegen die Mücken, von denen es auf unserem Platz reichlich viele gab. So waren wir ziemlich bald alle ziemlich zerstochen. Am Abend hatten wir noch wunderbare Sicht auf einen Sonnenuntergang am Meer und machten eine paar Fotos.

Unser diesjähriges Sommerlager haben wir passend zur Jahresaktion unter das Motto „Be a star! – miteinander für Europa“ gesetzt und jeden Tag unser Programm nach einem anderen Land ausgerichtet. Während des Lager müssen die Kinder auf unterschiedliche Weisen Stern für ihren Europapass sammeln.

Unserem zweiten Tag wurde das Land Belgien zugeordnet. Passend dazu nutzten wir das Angebot vom Platz und machten eine Kanutour auf dem Koldingfjord. Einige Kanus lieferten sich eine Wasserschlacht aus dem Boot heraus, ein anderes Boot kenterte und die Insassen nahmen ein unfreiwilliges Bad im Meer. Am Nachmittag ist ein Teil der Gruppe aber auch freiwillig schwimmen gegangen, den die Sonne schien und es war, wie wir im Nachhinein sagen könne, einer der wärmsten Tage. Außerdem haben einige Kinder schon begonnen fleißig Sterne für ihren Europapass zu sammeln, in dem sie zum Beispiel die Aufnäher der Jahresaktion mehr oder weniger nachhaltig an ihre Kluft annähten.

Brexit, egg, bacon and backed beans und die, zumindest teilweise, Kommunikation in der englischen Sprache, sorgten heute für unser britisches Programm. Außerdem hatten wir uns etwas ganz Besonderes ausgedacht. Wir knoteten je zwei Personen mit einem Seil auf ungefähr 1.5 Meter Abstand zusammen. So fuhren wir in die Stadt. Manche Paare nutzten die Chance und ärgerten sich gegenseitig, sodass sie unter anderem so auch einen Berg hinunter kullerten, andere hingegen ließen es einfach über sich ergehen. Durch die täglichen Dienste mussten viele unfreiwillig zum Dienst antreten, da ihr Partner Küchendienst oder Holzdienst hatte. Am Ende des Tages wurden die Seile feierlich durchgeschnitten.

Der Freitag stand unter dem Motto Dänemark. An diesem Tag spielten die Kinder das Tauschspiel verbunden mit einem Orientierungslauf über den Platz. Jede Gruppe musste sich ihr Essen für den Tag selbst er tauschen. Manche kamen mit Nudel zurück, Andere mit mehreren Blechen voller Pizzabrötchen. Genug für alle war auf jeden Fall da. Bei einer Europarlamentsdiskussion und einem Nachtspiel konnten außerdem weitere Sterne gesammelt werden.

Unser nächster Tag begann mit dem Abend, da bei uns im Land Polen einen verdrehten Tag auf dem Programm stand. So gab es anstatt Frühstück Stockbrot am Lagerfeuer. Außerdem stand die große Lagerhochzeit an und um weitere Sterne für den Europapass zu sammeln,  tauschten einige Kinder ihre Halstücher mit anderen Pfadfindern auf dem Platz.

Leider war das Wetter am nächsten Tag nicht sehr schön und es regnete fast den ganzen Tag,  sodass wir den geplanten Strandtag verschoben und so einen freien, verregneten Tag am Platz unter dem Motto „Urlaub auf Balkonien“ durchführten.

Wirklich viel besser war das Wetter am nächsten Morgen leider noch nicht, da wir vom Regen geweckt wurden. Doch da es gegen Nachmittag besser zu werden schien, entschieden wir uns doch zum Strand zu fahren. Leider war die zweite Gruppe kaum zehn Minuten da, da begann es wieder aus Eimern zu schütten. Da wir uns am Strand nirgends unterstellen konnten, quetschten wir uns für die Dauer des Schauers mit allen 15 Personen in den Bulli. Als die zweite Fuhre auf den Fahrer wartete, fanden sie ein altes kaputtes Fahrrad, das zukünftige Stammesfahrrad, was den Kindern im weiteren Verlauf des Lagers noch viel Freude bereitete. Später fuhren wir alle gemeinsam in ein Einkaufszentrum, wo viele in Badeklamotten und auch ohne Schuhe durchliefen.

Auch am nächsten Tag hatte es noch nicht ganz aufgehört zu regnen und so standen viele Teile des Platzes inzwischen komplett unter Schlamm, jedoch hatten wir mit unserem Waldboden Glück und blieben größtenteils verschont. Im leichten Regen begaben wir uns auf eine Wanderung. Da der Zeltplatz sich über eine gesamte Halbinsel erstreckt und außerhalb neben Wasser keine Wanderwege sind, begrenzte sich die Wanderung auf den Zeltplatz. Nichts desto trotz kamen wir an einem Gipfelkreuz vorbei, wanderten durch Wälder und über Wiesen und machten ein ausgedehntes Picknick, fast wie in den Bergen in unserm heutigen Land Österrreich.

Am nächsten Tag später fuhren wir noch einmal nach Kolding in den dortigen Spielepark. Diesen hatten wir uns etwas größer vorgestellt, jedoch konnte man Minigolf spielen und eine kleine Runde Boot fahren. Schlussendlich hielt es uns aber nicht lange dort und wir verbrachten noch ein wenig Zeit in der Fußgängerzone. Am Abend fand die Euro-Challenge für den Europapass und der Eurovision Song Contest statt.

Am Donnerstag wurden wir wieder von stärkeren Regengüssen geweckt, sodass wir uns entschieden auszuschlafen und erst mal abzuwarten, ob sich das Wetter noch bessert, leider ohne Erfolg. Gegen Nachmittag brach eine regenfeste Gruppe auf, um ein Floß zu bauen, was wir auch mit Bravour meisterten! Abends fand noch die Lagertaufe der Kinder, die zum ersten Mal mit auf Sommerlager fuhren statt. Leider regnete es auch da noch, doch trotzdem hatten alle Kinder sehr viel Spaß und auch die Getauften haben keinerlei Schaden davongezogen.

Der nächste Tag stand unter dem Motto Frankreich und war leider schon unser letzter Tag am Platz. Deswegen begannen wir damit, die ersten Lagerbauten und Zelte abzubauen. Abschließend zum Europathema haben wir noch ein Europaquiz veranstaltet und die allermeisten Kinder haben genügend Sterne für ihren Europapass gesammelt.

Am letzten Morgen, auf dem Weg zu Bahnhof, standen wir plötzlich vor einem Hindernis. In der Ausfahrt vom Zeltplatz standen zwei geparkte Autos, keine Fahrer zu sehen und einen anderen Weg hinaus gab es nicht. Nach Hup-Schreikonzert ließ sich zum Glück ein Fahrer finden und wir schafften es gerade noch so, dass alle rechtzeitig im Zug nach Deutschland saßen.

Auch wenn es leider sehr viel geregnet hat und zum Baden eigentlich fast immer zu kalt war, war es ein sehr schönes Lager, auf dem das Gemeinschaftsgefühl gewachsen ist und von dem alle Teilnehmer einiges zum Thema Europa mitnehmen konnten.

1 thought on “Sommerlager 2017 Dänemark”

Kommentare sind geschlossen.